Project Rollende Steine: Charakterdesign im Feld des Animationsfilms

Rollende Steine: Charakterdesign im Feld des Animationsfilms

MultiMediaArt, 2009

Über Rollende Steine: Charakterdesign im Feld des Animationsfilms

Diplomarbeit von Thomas Madreiter Kurzfassung Gegenstand dieser Untersuchung war es, eine umfassende theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema Charakterdesign im Feld des Animationsfilms zu führen. Es wird darin gezeigt, wie sich das Design von Charakteren in westlichen Mainstream-Produktionen im Lauf der Zeit veränderte und wie technologische Fortschritte, wie das Fernsehen, auf eben diese Entwicklungen Einfluss nahmen. Des Weiteren werden fundamentale Design-Grundsätze wie jene der ...

Diplomarbeit von Thomas Madreiter

Kurzfassung

Gegenstand dieser Untersuchung war es, eine umfassende theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema Charakterdesign im Feld des Animationsfilms zu führen. Es wird darin gezeigt, wie sich das Design von Charakteren in westlichen Mainstream-Produktionen im Lauf der Zeit veränderte und wie technologische Fortschritte, wie das Fernsehen, auf eben diese Entwicklungen Einfluss nahmen. Des Weiteren werden fundamentale Design-Grundsätze wie jene der Farbtheorie, Formensprache, Abstraktion und anthropomorphen Charaktere thematisiert. Eine kulturtheoretische Untersuchung beschäftigt sich abschließend mit dem Einfluss stereotypischer Darstellungsformen von Charakteren auf die menschliche Wahrnehmung, dem Modell der Archetypen und gibt auch einen Einblick in die Geschichte der Zensur in Bezug auf Charaktere des Animationsfilms.

Das Ergebnis dieser Arbeit diente in weiterer Folge dem von mir erstellten Werk, in dem ich die Charaktere und Welt von Terry Pratchetts Buch Rollende Steine hinsichtlich einer Umsetzung als Animationsfilm visualisierte, als theoretische Grundlage. Mit Hilfe des Werks sollen die Vorteile dieser gestalterischen Grundlagen für die Praxis demonstriert werden.

Kreativer Prozess

Nach einer langen und ausgiebigen Recherchezeit, bei der ich neben dem Schreiben dieser Arbeit auch diverse Moodbilder und Inspirationen für den Stil, die Kleidung und die Charaktere ansammelte, begann ich damit erste analoge Skizzen anzufertigen. Der Grund, warum ich mich nicht gleich vor den Computer gesetzt habe, war der, da ich finde, dass gerade im Formfindungsprozess, wo noch keine der gestalterischen Elemente klar definiert sind, das Arbeiten mit dem Bleistift schnellere und bessere Ergebnisse liefert. Es ist intuitiver und das einzige Medium, mit dem ich mich dabei herumschlagen muss, ist ein ungespitzter Bleistift. Außerdem fand ich es damit um einiges leichter, schöne organische Linienverläufe zu zeichnen, wie es mir im Photoshop mit Hilfe des Grafik-Tablets wohl nur schwer möglich gewesen wäre. Bei den Charakteren begann ich dabei immer mit kleinen Thumbnail-Sketches und ich erarbeitete mir so die Silhouetten der Charaktere. Das Entwickeln eines einheitlichen Stils, mit dem ich jeden der in sich so verschiedenen Charaktere visualisieren konnte, nahm dabei extrem viel Zeit in Anspruch. Nachdem ich alle Charaktere einigermaßen von den Proportionen und den Details her definiert hatte, war der nächste Schritt die Digitalisierung und das damit verbundene Vektorisieren für die A3-Plakate. Hierbei stellte ich fest, wie groß doch der Unterschied in der Arbeitsweise zwischen analogem Zeichnen und dem Vektorisieren mit Bézier-Kurven ist. Für die Farbabstimmung benutzte ich die von Adobe erschaffene Website kuler , auf der man Farbpaletten sehr gut abstimmen kann. Der letzte Schritt beim Erzeugen des Looks war das Finetuning mittels Photoshop, in dem ich den Bildern das Shading und die handgezeichneten Texturen verpasste.

Verwendete Programme

Adobe Photoshop, Adobe Illustrator, Bleistift und Radiergummi

Betreuer

FH-Prof.Dipl. Designer (FH) Birgit Gurtner

Florian Satzinger

Visuelle Eindrücke